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Die Zeit der "eiskalten"- und ungeduldigen Germanenkrieger, sollte
endgültig Vergangenheit sein! Das Anreiten dürfte der wohl wichtigste Einschnitt im Leben eines jungen Pferdes sein, sozusagen die Basis für die zukünftige "Leistungskarriere". Schon früh kann vorbereitet werden. So sind bereits eine artgerechte Fohlenaufzucht, sowie ein die Beziehung Mensch / Pferd positiv prägender Umgang, überaus hilfreich. Da Pferde nicht logisch schlußfolgern können, sondern - im Rahmen ihrer Instinkte - lediglich zwischen angenehm und unangenehm unterscheiden, kann es nur im Interesse des Bereiters sein, seinem Pferd das viele "Neue", z.B. den Trensenfremdkörper im Maul, das unangenehme Besteigen des Rückens sowie das Festzurren des brusteinengenden Sattelgurtes so angenehm wie möglich "zu verkaufen". Hierbei ist Geduld, auch im Sinne von "Zeithaben" wichtigste Voraussetzung. Der Bereiter wird zu dem gut tun, ergänzend den Charakter und die Eignung seines Schülers mit zu berücksichtigen, denn - wie Menschen auch - ist nicht jedes Pferd wie das andere. So gibt es Intelligenz- Leistungs- und Belastungsunterschiede, ebenso wie es emsig eifrige, phlegmatisch faule, wehleidige - oder gar hysterische Pferde gibt, ganz wie im "Leben"...... Angewandte Psychologie also, Kenntnis von dem Wesen des Pferdes, sozusagen seine Sprache sprechen, machen den vielgepriesenen "Pferdeflüsterer" - und damit erfolgreichen Bereiter - aus, dessen Schüler dann gewiß den denkbar besten Start in eine gemeinschaftliche "Mensch-Pferd" Reitzukunft erhalten. Da das Einreiten die körperliche und seelische Entwicklung eines Pferdes berücksichtigen muß und die Findung des Gleichgewichtes mit dem Reiter unterschiedlich sein kann, ist der Anreit-Zeitrahmen durchaus variabel. In der Regel ist es möglich, das Anreiten in 8 Wochen abzuschließen. Das Pferd sollte dann gefestigt Schritt Trab und Galopp gehen, mehr sollte nicht gefordert werden. Zumeist ist es hilfreich, das Pferd nach dem Anreiten zum "Verdauen" noch einmal 3 Monate auf die Weide zu stellen, um dann mit der weiteren Ausbildung in Bahn oder Gelände weiterzumachen. Es ist uns ein Anliegen, die Korrektur von z.B. schwierigen- oder "verwetterten" Pferden zu übernehmen Ob Shire, ob Shetty - wir haben keine Rassenprobleme und bilden alle Pferde aus !
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